GfW-Sektion Fritzlar
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Vortragsveranstaltung

28. Februar 2012 um 19.30 Uhr

Soldatenheim Haus an der Eder, Waberner Straße 7, 34560 Fritzlar

„Friedrich Paulus und das Trauma von Stalingrad“

Dr. Torsten Diedrich
Militärgeschichtliches Forschungsamt der Bundeswehr Potsdam

Der Referent, 1956 in Berlin geboren, hat zahlreiche Studien zur Militärgeschichte der DDR veröffentlicht. Seine letzte Arbeit beschäftigt sich mit dem aus Breitenau bei Guxhagen stammenden Friedrich Paulus, Feldmarschall Adolf Hitlers, der seine 6. Armee wider besseres Wissen 1943 in den Untergang führte. Bis zum Ende der Schlacht um Stalingrad fielen 80.000 Soldaten, 110.000 gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft, nur 5.000 von ihnen überlebten.

Mit dem Vortrag von Dr. Diedrich wollen wir uns wie bereits im Vorjahr mit einem zeitgeschichtlichen Thema befassen und uns mit einem ehrgeizigen Truppenführer auseinandersetzen, dem Gehorchen Prinzip war, der sich Entwicklungen anpasste, Entscheidungen aber nur zögerlich anging. Mit der strikten Trennung des Politischen vom Militärischen versuchte er, die persönliche Verantwortung für das Kriegsgeschehen von sich fernzuhalten. Paulus geriet 1943 in sowjetische Kriegsgefangenschaft und entschloss sich danach, dem Nationalkomitee Freies Deutschland beizutreten. 1947 sagte er als Zeuge der Anklage bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen aus. Nach seiner Entlassung 1953 aus der Gefangenschaft ging er nicht in den Westen, sondern ließ sich, ausgestattet mit Dienstvilla und Dienstauto, in Dresden nieder. Er starb 1957 und wurde von der DDR-Führung mit militärischen Ehren beigesetzt.

Einladung als Download

 

 

 

 

 

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